Konzept

Wir möchten Sie auf dieser Seite möglich präzise informieren. Nehmen Sie sich die Zeit, ein bißchen mehr über uns zu lesen - wenn Sie wissen, wer wir sind und wie wir arbeiten, können Sie besser beurteilen, ob wir die passende Einrichtung für Ihr Kind sind.

Auszüge aus unserem Konzept
Freies Spiel und strukturiertes Angebot sind gleichberechtigte Lernformen in unserem Haus. Wir möchten die uns anvertrauten Kinder auf dem Weg in die Selbständigkeit begleiten und fördern. Dabei stehen die Ausbildung lebenspraktischer, aber vor allem sozialer, emotionaler und motorischer Kompetenz im Vordergrund. "Unsere" Kinder sollen sich selbst, die Gemeinschaft mit Anderen und ihre Umwelt wahrnehmen, erleben, verarbeiten und gestalten, um so ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
Wir entlassen die Kinder so gut vorbereitet in die Schule. Ein fester Tagesablauf gibt den Kindern Sicherheit, ein abwechslungsreiches und in Teilen eigenverantwortlich zu gestaltendes Programm fördert und fordert. Spiel- und Kreativangebote, Musik und Rhythmik, Bewegungsangebote, Englisch, Religionspädagogik, wöchentliche Waldtage, Turnen und (für die Hortkinder) Schwimmen, sowie Projekte, Ausflüge, Feste und Feiern.

Religionspädagogik
Unser Kindertagesheim liegt zwischen Kirche und Gemeindehaus, wir sind ans Kirchengebäude "drangewachsen". Wir haben von unserer Eingangshalle aus einen direkten Durchgang zur Kirche. Diese architektonische und räumliche Nähe ist Sinnbild für die inhaltliche Arbeit.
Pastorin Christine Halisch feiert mit uns jeden Montag um 9.00 Uhr eine Andacht in der Kirche, zu der nicht nur Kinder und Mitarbeitende kommen, sondern auch Eltern, Großeltern und Geschwister herzlich eingeladen sind. Hier steht immer eine biblische Geschichte im Mittelpunkt.
Freitags im "Regenbogenkreis" mit Diakonin Sabine Simon,lernen wir Jesus kennen und suchen gemeinsam nach Antworten auf die Frage "Wie ist Gott und wie können seine Menschenkinder gut miteinander leben?" Wir thematisieren Streit und Versöhnung, Teilen und Gemeinschaft, Liebe und Leben, Kirchenfeste und Personen der Kirchengeschichte, wer Gott sein könnte und wie wir etwas von ihm spüren können. Wir sammeln in dieser Runde auch jedes Mal für unseren Partnerkindergarten in Uyole/Tansania.
Religionspädagogische Angebote und das Vorleben eines wertschätzenden, christlichen Umgangs miteinander verschaffen Kindern eine Vorstellung davon, was Kirche und Glaube ist, was christliche Gemeinschaft bedeutet.

Unsere Räume / unser Gelände
Das Kindertagesheim verfügt über anregend gestaltete Gruppenräume mit verschiedenen Angebotsbereichen, einen bespielbaren Eingangsbereich, eine Gymnastikhalle, einen Bewegungsraum, einen Mehrzweckraum, Kuschel-und Ruhebereiche. Bei uns herrscht unter Wahrung einiger Regeln Freizügigkeit für die Kinder, d.h. sie können sich im Haus und auf dem umzäunten Außengelände frei bewegen und sich ihre Spiel-Räume erobern.
Unser großzügiges Außengelände rund um die Kirche bietet viel frische Luft. Ein kleiner Bolzplatz, ein Baumhaus, ein Spielberg, eine Wassermatschanlage, ein Kletterseilgarten stehen neben Sandkasten und Schaukeln bereit, um den Tag zum Erlebnis werden zu lassen. Wo können sich Kinder in einer Stadt sonst schon so entfalten?

Unsere Küche
Wir kochen täglich frisch, mit kontrollierten, teilweise aus biologischem Anbau stammenden Zutaten. Alle Kinder können in angenehmer Atmosphäre im Kinderrestaurant speisen. Unsere Mahlzeiten (Salat/Rohkost, ein Hauptgericht: 1x in der Woche Fleisch/Fisch, ansonsten vegetarisch, abwechslungsreicher Nachtisch) zeichnen sich besonders dadurch aus, dass Produkte täglich frisch, kindgerecht und abwechslungsreich zubereitet werden. Alltägliches, besonderes, typisches Kinderessen, aber auch "Neues" kommt auf den Tisch. Da macht essen Spaß.

Elternbeteiligung
Die Eltern sind unsere wichtigsten PartnerInnen. Mit Ihnen zusammen wollen wir für jedes Kind unserer Einrichtung möglichst optimale Spiel-und Lernbedingungen schaffen. Elternmitarbeit anlässlich eines Festes oder bei Ausflügen - jede und jeder mag sich nach ihren / seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringen. Mitbestimmung ist möglich über die Wahrnehmung eines Amtes als ElternvertreterIn oder im Kindertagesheim-Ausschuss.

Unsere Gemeinde - Ihre Gemeinde
Das Leben der St. Markus Kirchengemeinde ist bunt und lädt alle Kinder und Familien über den Besuch des Kindertagesheims hinaus zu einem bunten Programm ein: Kindergottesdienst, Spielgruppen, Kinderchöre, Pfadfinderarbeit, und jede Menge spannende Angebote für Erwachsene - sicher ist auch etwas für Sie dabei. Schauen Sie in unseren Gemeindebrief oder im Internet unter www.stmarkushoheluft.de Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Bildung im KTH
Vorschulische Bildung in unserem KTH ist selbstverständlich. Allerdings beginnt sie nicht mit Vorschulgruppen für die 5 1/2jährigen Kinder im Haus, sondern für alle Kinder ab 3 Jahren. Bildung ist mehr als kognitive Leistung! Wir versuchen, die Kompetenzen der Kinder auf möglichst vielen Gebieten so zu fördern und zu fordern, dass sie zu selbständigen Persönlichkeiten heranwachsen und in der Schule einen guten Start als schulfähige Kinder haben. Die Rückmeldungen aus den Schulen geben bestärken uns darin, dass wir unser Ziel erreichen.
Gemäß unseres Leistungsangebotes fördern und fordern die Kinder zwischen 3 und 6 Jahren grundsätzlich in folgenden Bereichen:

Kommunikation / Sprache
- Geschichten lesen und erzählen
- miteinander reden, sich Zeit nehmen, zuhören
- Lieder singen und lernen
- deutliches Vorsprechen, richtig wiederholen (anstatt zu korrigieren)
- Sprachentwicklungsverzögerungen bzw. -störungen erkennen und benennen
- Sprache / Wortschatz / Aussprache fördern und erweitern Dinge benennen können
- Aufträge und Anweisungen verstehen
- reimen

soziale u. emotionale Kompetenz
- Wahrnehmen, Achten, Thematisieren und Umgehen mit den eigenen und fremden Stimmungen und Gefühlen
- gemeinsames Suchen und Ausprobieren: was tun bei Traurigkeit, Wut, Angst...?
- aktuelle Situationen aufgreifen und betrachten
- Bilderbücher besprechen
- Gefühle kreativ ausdrücken: malen, Rollenspiel, ...
- Aggressionsabbau / körperlich "Dampf ablassen".

fein-und grobmotorische Kompetenz / Bewegung
- malen, tuschen
- schneiden, reißen
- basteln
- schminken
- Holzbearbeitung
- Lego und andere Bauspiele
- Steck- und Hämmerchenspiel
- Ball / Fußball spielen / Regelspiele
- Bewegungsspiele
- klettern, laufen, schaukeln, balancieren, rückwärtsgehen usw.
- psychomotorische Angebote / Turnen

lebenspraktische Kompetenz /Selbständigkeit
- an-und ausziehen
- Toilettengang
- Händewaschen
- Frühstück bereiten, Tisch decken, abräumen
- Naseputzen

kognitive Kompetenz
- Konzentration
- Erkennen von (logischen) Zusammenhängen
- zählen und Mengen erfassen
- Experimente, Projekte
- Förderung der altersgemäßen Allgemeinbildung (z.B. woher kommt die Milch?)
- Berufe, Institutionen und Organisationen; z.B. Feuerwehr kennen lernen)
- Erkennen und Benennen von Gegenständen und deren sachgemäßer Verwendung
- Erkennen und benennen von Pflanzen und Tieren

religionspädagogische Angebote
- kennen von Personen und Geschichten der Bibel
- die Bedeutung und Gestaltung christlicher Feste kennen
- Lieder und Gebete, Segenswort(e)
- Fragen stellen nach Gott und der Welt, angemessene Antworten suchen/finden
- Formen der Religionsausübung kennen lernen (Gottesdienst, Gebet, ...)

Wahrnehmung
- Tusche, Fingerfarben, ...
- schminken
- Wassermatschanlage
- Phantasiereisen
- Bällchenbad
- KIM-Spiele (fühlen, riechen, tasten, hören, sehen)
- Versuche und Experimente
- kneten

kreative Kompetenz
- ausprobieren und gestalten
- Materialien vielfältig einsetzen
- Rollenspiele
- Aufträge umsetzen und Phantasie / eigene Ideen einbringen
- Gegenstände konstruktiv zum Spiel einsetzen / umfunktionieren (z.B. Sitzelement in der Halle: dies ist ein Schiff!)
- Umgang mit Farben und Formen zum Ausdruck eigener Gefühle, Wünsche, Sorgen / zum "Bauen" von Geschichten usw.

Dazu gehören natürlich auch besondere Veranstaltungen wie
- Gruppenreisen
- Feste im Jahresablauf
- Geburtstage
- Projekte (Farben, Zirkus, Theater, ...)
- Exkursionen
- Übernachtungen
- Ferienprogramm


Unsere Rolle als Erzieher/innen - Wir über uns
Jeder Mensch ist unterschiedlich, hat andere Ansichten, Neigungen, Wertvorstellungen, Erfahrungen, Stärken und Schwächen, usw. Das ist auch in unserem Team nicht anders! Gleichwohl wollen wir uns immer wieder in unserer Rolle als ErzieherInnen auf gemeinsame Richtungen verständigen.
- Wir arbeiten familienergänzend mit dem Ziel, ein/e verlässliche/r Begleiter/in des Kindes in seiner individuellen Entwicklung zu sein.
- Wir fördern die geistige, soziale, motorische, psychische, religiöse und kognitive Entwicklung des uns anvertrauten Kindes liebevoll, verantwortlich und kompetent.
- Wir möchten zugewandte Gesprächspartner/in sein, mit Geduld und Einfühlungsvermögen auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen, um Raum für phantasievolles, freudiges Lernen und vielfältige Erfahrungen zu schaffen.
- Wir wollen Vorbilder sein, die ihr Handeln reflektieren, und Orientierung bieten.
- Wir geben Impulse und stellen Aufgaben, die das Kind in seiner Kreativität, seinem Sozialverhalten, seiner geistigen und körperlichen Entwicklung bestätigen und fordern.
- Wir sind im Kontakt mit dem Kind selbst immer auch Lernende und Entdeckende.
- Wir wollen Mut machen zum Überwinden von eigenen Grenzen, die das Kind beschränken.
- Wir wollen Grenzen aufzeigen und akzeptieren helfen, die dem Kind in der Gruppe Schutz und Rückzugsmöglichkeiten bieten.
- Wir geben dem Kind körperliche und seelische Zuwendung. Dazu gehört emotionale und körperliche Wärme und Nähe durch Kuscheln und Trösten, ebenso wie durch Toben und Lachen.
- Wir haben den Anspruch fair und wahrhaftig zu sein.
- Wir schaffen Geborgenheit für Körper u. Seele in der Gruppe.
- Mit den Eltern suchen wir den Dialog. Wir wollen unsere Arbeit transparent und nahvollziehbar machen.
- Wir sind in gleichem Maße aber auch angewiesen auf die Offenheit der Eltern uns gegenüber und auf den Informationsfluss aus dem Elternhaus. Wir können nur in dem Maße auf das eingehen, was außerhalb des KTH das Leben des Kindes prägt, wie wir Informationen von Eltern bekommen.
- Wir wollen zeigen, dass ein Ergebnis nicht immer materiell und sofort greifbar sein muss, sondern vielfach nachhaltige Wirkungen und Entwicklungen erzielt werden.
- Wir wollen im Konfliktfall nicht Richter, sondern Vermittler sein.
- Wir sind belastbare offene Bezugspersonen und fördern Toleranz.
- Wir beobachten das Geschehen in und um unser Haus und leisten unsozialen, verletzenden und ungerechten Strukturen Widerstand.
- Wir wollen Kontinuität in der Betreuung bieten.
- Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir als Anleiter/innen gegenüber jungen Menschen haben, die in unserem Haus die Praxis des Berufs Erzieher/in / soz.päd. Assistent/in erlernen möchten.

Unser Bild vom Kind
Wir glauben, dass jedes Kind ein geliebtes Geschöpf Gottes ist, dem in seiner Einmaligkeit und seinen unverwechselbaren Wesenszügen Achtung und Zuwendung zusteht.
Wir möchten den Kindern freie Entfaltung ermöglichen. Dies kann nur im Rahmen der Gruppe allgemeinverträglich gestaltet werden. Es gilt die berühmte, in der Praxis nicht immer leicht anzuwendende Regel: Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die des Anderen beginnt.
Die Kinder haben bei uns das Recht auf
- Gleichheit unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, usw.
- eine gesunde geistige und körperliche Unversehrtheit, Entwicklung und Förderung
- Wärme, Verständnis, Achtung und Fürsorge
- Spielen
- Selbstbestimmung im Rahmen des Möglichen
- gezielte Förderung der Stärken, liebevoller Umgang mit Schwächen und Defiziten, ggf. Abbau derselben zur Förderung der positiven Entwicklung des Kindes
Um das soziale Miteinander zu gewährleisten, gehören auch Pflichten und Regeln zum Alltag des KTH, die alle Kinder / Erwachsenen zu respektieren haben:
- wir lassen uns gegenseitig ausreden
- keine Gewalt zur Konfliktlösung, keine Waffen im KTH
- Aufräumen gehört zum Spielen dazu
- Absprachen von Kindern und Großen einhalten
- Ruhezonen beachten
- Grenzen des Anderen, das "Nein!"; oder "Hör damit auf!" akzeptieren
- das KTH nicht verlassen
- immer abmelden, wenn man den Gruppenraum verlässt / woanders spielt
- mit den Dingen vorsichtig umgehen
- den anderen achten
- Bescheid sagen, wenn etwas kaputt ist


Ziele unserer pädagogischen Arbeit
Der Alltag im KTH soll für alle Kinder bewegungsaktiv, kooperativ, kommunikativ, motivierend, wahrnehmungsanregend, phantasievoll, lehrreich und fair sein und neugierig machen.
Im KTH sollen die uns anvertrauten Kinder erfahren, notwendige Konflikte einzugehen, auszuhalten, und konstruktiv, kreativ, gewaltfrei, kompromissbereit zu lösen. Das wollen wir ihnen selbst vorleben. Wir wollen im Konfliktfall Hilfe und Ratgeber sein, damit sie Fehlverhalten erkennen und Bewegungsspielraum zur Konfliktlösung haben. Wir wollen nicht richten, sondern vermitteln. Die Kinder sollen Lösungen andenken und mit eigenen Vorschlägen entscheiden, was sie anwenden wollen, um zur Konfliktlösung zu kommen. Ziel ist, mit den Kindern gemeinsam nach Wegen zu suchen, Außenseiter zu integrieren – oder besser noch, niemanden zum Außenseiter werden zu lassen.
Wir wollen Trauer zulassen, trösten aber nicht überspielen. Wir wollen Aggression nicht unterbinden, sondern leiten, damit möglichst niemand zu seelischen oder körperlichen Schäden kommt. Wir wollen Konflikte nicht mit unserer Autorität wegdrücken, sondern die Kompetenz der Kinder zum positiven Umgang fördern.
Wir wollen die Kinder auf vielfältige Weise körperlich und geistig in Bewegung setzen. Motorische und geistige Entwicklung hängen eng zusammen.
Wir möchten die Kinder dazu anhalten, für sich und andere, für die Dinge die sie umgeben, Verantwortung zu übernehmen und sorgsam und rücksichtsvoll zu sein. Wir wollen Kindern Aufgaben übertragen (Vornegeher: die Gruppe "führen"; bei kurzen Ausgängen, Spielregeln erklären, Nachtisch verteilen, Vorbereitung des Frühstücks usw.), wenn sie erfahren und kompetent genug sind, diese Verantwortung zu tragen - Verantwortung für das eigene Tun und Lassen ebenso, wie für einen anderen oder bestimmte Bereiche in der Gruppe als Ganze.
Wir möchten die Kinder zur Selbständigkeit erziehen. Das betrifft sowohl den lebenspraktischen Bereich (Reinlichkeitserziehung, Tisch decken und abräumen, selbst an- und ausziehen, usw.), Verantwortung für sich und andere zu übernehmen (kleinere Aufgaben erledigen), allein raus gehen, Mitgestaltung des Tagesablaufs, und das Erkennen der eigenen Vorlieben und Wünsche und die Durchsetzung eigener Ideen.
Wir wollen die Wahrnehmung der Kinder fördern. Sie sollen sich bewusst und aufmerksam in der Welt bewegen, und mit allen Sinnen die Welt und das Leben erfahren.
Wir möchten Fragen aufwerfen und an der Findung von Antworten konstruktiv mitarbeiten. Besonders gilt das für den Bereich der Identität. Wer bin ich? Welche Rollen werden mir als Junge I als Mädchen angetragen, welche möchte ich spielen, und welche nicht. Kinder sollen auch ihre Rolle und Position in der Gruppe finden und/oder verändern lernen: mal klein sein dürfen, mal groß sein dürfen, anderen helfen und "etwas für die Gruppe" tun.

Wir möchten unsere Regeln transparent machen und deren Einhaltung fördern. Wir wollen den Kindern die Erkenntnis ermöglichen, dass die Einhaltung der Regeln andere schützt, und ihnen selbst (wenn auch nicht im konkreten Fall) Schutz und Entfaltung ermöglicht. Wir verbinden die Nichteinhaltung von Regeln mit für die Kinder nachvollziehbaren Sanktionen.

Wir wollen Hilfe leisten, wo Kinder Grenzerfahrungen motorischer, sozialer oder emotionaler Natur machen. Wir wollen helfen, ein stabiles Selbstkonzept, die Stärkung des Ichs zu fördern. Die Erweiterung der eigenen Handlungskompetenz, aber auch eine gesunde Frustrationstoleranz helfen, die Stärkung der Persönlichkeit zu fördern.

Wir wollen, dass Kinder bei ihrer "Selbstverwirklichung" das Du, ihr Gegenüber, den Mitmenschen nicht aus dem Auge verlieren. Dazu gehört die Begleitung bei den vielfältigen Erfahrungen des Rücksichtnehmens, des Wartenmüssens, das Aushalten der Schwächen des Anderen und der eigenen Ungeduld. Toleranz, Wertschätzung, Einfühlungsvermögen sind dabei Tugenden, die wir den Kindern vermitteln wollen.

Im Lebensraum Stadt wollen wir neben der freien und sicheren Bewegung im und um das KTH die Erfahrung Natur, der Schöpfung ermöglichen, in dem wir mit allen Elementar-Gruppen in den Wald gehen. Dabei soll nach Kräften das Umweltwissen bzw. -bewusstsein, vor allem aber die Freude und Beziehung zur Schöpfung gefördert und gefestigt werden. Das „dicht besiedelte und bespielte“ Außengelände ist auch Natur. Hier wollen wir bei den Kindern das Bewusstsein für den pfleglichen Umgang mit dort lebenden Pflanzen und Kleintieren wecken.

Die Kinder sollen ein gesundes Maß an eigenem Durchsetzungsvermögen und Rücksichtnahme in der Gruppe entwickeln. Das Leben von Individualität und Gemeinschaft erfordert eine vielfältige Sozialkompetenz (Kommunikation, Einordnung in die Gruppe, Anderssein zulassen und ausleben, Sanktionen verstehen und annehmen, Frustration aushalten, Geben und Nehmen, Teilen, Streit und Versöhnung), die wir in der Gruppe und im Umgang mit jedem einzelnen Kind herausbilden wollen. Der Lernfall Alltag bietet dazu reichlich Gelegenheit.

Wir wollen Fantasie und Kreativität in Farben, Formen, Bewegung fördern, sowie musikalisch darstellend (kleine Singspiele/ Musicals, Theater, Zirkusvorstellungen, ...)


Stand: 08/2013

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